aktuelle Spielberichte
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- Die nächsten Spiele der I. Männermannschaft:
Samstag, den 10.12.2011 13.00 Uhr SG Dynamo Dresden II - 1. FC Gera 03 Samstag, den 04.02.2012 13.00 Uhr 1. FC Gera 03 - ZFC Meuselwitz (Landespokal) Sonntag, den 12.02.2012 13.30 Uhr 1. FC Gera 03 - FC Erzgebirge Aue II
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- Torschützen der I. Männermannschaft:
4 Tore Andre Hofer 3 Tore Andy Warning 2 Tor Eser Kazak 1 Tor Florian Matk1 Tor Marko Weißhaupt1 Tor Armand Deugoue1 Tor Dimo Raffel
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- Tabelle Oberliga Staffel Süd:
1. FSV Zwickau 44: 9 Tore 35 Punkte ... 13. FC GW Piesteritz 13:25 Tore 11 Punkte 14. VfL Halle 14:27 Tore 9 Punkte 15. 1. FC Gera 03 12:42 Tore 7 Punkte
Der 1.FC Gera 03 zieht mit sofortiger Wirkung seine Oberliga Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurück !!!
Schweren Herzens muß der 1.FC Gera 03 sein Oberliga Team vom aktuellen Spielbetrieb zurückziehen. Grund dafür sind finanzielle und sportliche Schwierigkeiten. Damit fällt auch das geplante Thüringenpokalspiel gegen den ZFC Meuselwitz aus, welche nun im Halbfinale auf Rot Weiss Erfurt treffen. Den Spielern erteilte der Verein die Freigabe, sich einen neuen Verein zu suchen. Im Spielbetrieb bleibt weiter die 2.Männermannschaft und die erfolgreiche Nachwuchsabteilung. Der Insolvenzverwalter , des im Insolvenzverfahren befindlichen Vereins, entscheidt nun über die Zukunft des 1.FC Gera 03. Wir alle wünschen uns dabei den Fortbestand und hoffen für die nächste Zeit.
In Altenburg nur Sechster
Altenburg 08.01.12 (OTZ/Jens Lohse). Keine 24 Stunden nach dem Turniersieg in Meuselwitz musste sich Fußball-Oberligist 1. FC Gera 03 beim 15. Neujahrsturnier des SV Lok Altenburg in der Sporthalle "Goldener Pflug" mit Platz sechs im Achterfeld begnügen. Gleich zum Auftakt unterlag man dem späteren Turniersieger SV Moror Altenburg mit 1:4, wobei A-Junior Toni Behnisch der zwischenzeitliche 1:2-Anschluss gelungen war. Gegen Gastgeber SV Lok Altenburg aus der Kreisliga Altenburger Land behaupteten sich die 03er nach Toren von Eser Kazak (2) und Patrick Hein mit 3:1. Um ins Halbfinale einzuziehen, hätte man im letzten Gruppenspiel den FC Erzgebirge Aue II schlagen müssen, gegen den man aber mit 1:6 unterging. Robert Häring traf kurz vor Schluss zum Endstand. Als Gruppendritter stand man im Spiel um Platz fünf, wo das Weißhaupt-Team dem Regionalligisten ZFC Meuselwitz mit 2:4 unterlag. Michel Wolfersdorf hatte die Elsterstädter in Führung geschossen, Robert Häring noch auf 2:4 verkürzt. Für die 03er waren in der Skatstadt Christopher Wolf, Bruno Vila Real Sidiao, Robert Häring, Eser Kazak, Michel Wolfersdorf, Maik Röschke, Toni Behnisch, Patrick Hein und Mike Scholz aufgelaufen. Der Turniersieg ging Motor Altenburg, das im Finale nach Neunmeterschießen Oberligist FC Erzgebirge Aue II mit 3:2 bezwang. Dritter wurde der FC Carl Zeiss Jena II durch ein 3:1 gegen den Bornaer SV.
Alexander Just hält vier Neunmeter
07.01.12 Hallenfußball: 1. FC Gera 03 gewinnt überraschend Turnier in Meuselwitz
Meuselwitz (OTZ/Jens Lohse). Völlig überraschend hat Oberliga-Schlusslicht 1. FC Gera 03 zum dritten Mal das Hallenfußballturnier des ZFC Meuselwitz gewonnen. Im Finale bezwangen die 03er, die 2011 in der Schnaudertalhalle Platz zwei belegt hatten, die Meuselwitzer Reserve nach torloser regulärer Spielzeit im Neunmeterschießen mit 2:1. Schlussmann Alexander Just parierte zwei Schüsse des ZFC und wurde bei der anschließenden Siegerehrung als bester Turniertorwart ausgezeichnet. Auch der beste Spieler kam aus den Reihen der Elsterstädter. Der Brasilianer Bruno Vila Real Sidiao nahm diese Ehrung entgegen. Schon im Halbfinale hatten die von Marco Weißhaupt betreuten Kicker ins Neunmeterschießen gemusst. In einer Neuauflage des Vorjahresendspiels gegen Regionalligist ZFC Meuselwitz I hatte Max Hesse zunächst die Führung des Gastgebers ausgeglichen. Das Entscheidungsschießen zog sich lange hin. Erst nach dem neunten Schützen stand fest, dass die 03er im Finale stehen. Mit 9:8 behielt man die Oberhand, wobei Keeper Just schon da zwei Bälle gehalten hatte.
Etwas mühsam hatte sich der 1. FC Gera 03, der mit Alexander Just, Robert Häring, Bruna Vila Real Sidiao, Maik Röschke, Max Hesse, Mike Scholz sowie den A-Junioren Rene Hein, Vinh Nong-Hoan und Philipp Helbig angetreten war, durch die Vorrunde gequält. Zunächst erreichte man gegen Thüringenligist ZFC Meuselwitz II nach Max Hesses Ausgleich ein 1:1-Unentschieden. Auch gegen Regionalklasse-Vertreter SV Schmölln 1913 lief man zwei Mal einem Rückstand her. Vinh Nong-Hoang traf doppelt ins Schwarze, rettete so das 2:2-Remis. Im letzten Gruppenspiel gegen den FSV Lucka 1910 mussten die Geraer unbedingt gewinnen, um die Vorschlussrunde zu erreichen. Robert Häring und Max Hesse krönten die konzentrierte Leistung mit ihren Treffern beim 2:0-Erfolg, mit dem man punktgleich hinter der ZFC-Reserve Staffelzweiter wurde.
03er bei zwei Hallenturnieren
06.01.12 Der Oberligist hat mit dem Training begonnen. Am Wochenende stehen zwei Teilnahmen bei gut besetzten Hallenturnieren in Meuselwitz und Altenburg an.
Gera (OTZ/Jens Lohse). Das Licht bleibt beim 1. FC Gera 03 an. Neun Spieler trafen sich am Mittwochabend zum Trainingsauftakt, wobei weitere krankheits- oder berufsbedingt fehlten. Zudem sollen vier weitere A-Junioren in den Oberliga-Kader aufrücken. "Die Spieler haben ihre Bereitschaft erklärt, erst einmal weiter zu machen", sagt Peter Harthaus, der eigentlich zurückgetretene Vereinsvorstand. Spätestens bis zum 15. Januar müssen er und der Aufsichtsrat beim Insolvenzverwalter ein Konzept vorlegen, wie es mit den 03ern weitergehen soll.
Mit Robert Häring war auch ein Neuzugang vor Ort. Der 22-jährige Innenverteidiger stand zuletzt beim FC Carl Zeiss Jena II unter Vertrag. Mit seiner Körpergröße von 1,93 m und seiner Kopfballstärke soll er der 03-Abwehr Stabilität verleihen. Immerhin verfügt er über die Erfahrung von 43 Oberliga-Einsätzen. Da seine Wechselunterlagen nicht zum Fristende am 31. August letzten Jahres beim Thüringer Fußballverband vorlagen, konnte eine Spielberechtigung erst zum 1. Januar 2012 erteilt werden. Verlassen haben die Geraer in der Winterpause bisher nur der österreichische Angreifer Andre Hofer, der mit vier Toren treffsicherster Geraer Torschütze der Hinrunde war, und der Tscheche Tomas Brezina.
Am Wochenende stehen für den 1. FC Gera 03 zwei Hallenturniere auf dem Programm. Am Samstag ab 18.30 Uhr läuft die Mannschaft von Trainer Marco Weißhaupt in der Meuselwitzer Schnaudertalhalle beim Turnier von Regionalligist ZFC Meuselwitz auf. In der Vorrunde muss man sich dabei mit dem Thüringenligist ZFC Meuselwitz II und den Regionalklasse-Vertretern FSV Lucka 1910 und SV Schmölln 1913 auseinandersetzen. In der anderen Gruppe treffen der ZFC Meuselwitz I, der SV Motor Altenburg, der SV Rositz und der SV Spora aufeinander. An das Meuselwitzer Hallenturnier haben die 03er keine schlechten Erinnerungen. Bereits zwei Mal konnte man dort gewinnen, zuletzt 2010 als man im Finale nach Toren von Danny Moses und Raik Hildebrandt den Gastgeber mit 2:0 bezwang. Auch wenn diesmal ein völlig anderes Team agiert, hat man sich die Halbfinalteilnahme vorgenommen. Am Sonntag ab 10 Uhr starten die Geraer in der Sporthalle "Goldener Pflug" beim 15. Hallenfußball-Neujahrsturnier des SV Lok Altenburg, an dem sich der Regionalligist ZFC Meuselwitz, die Oberliga-Teams des FC Erzgebirge Aue und des FC Carl Zeiss Jena, der SV Motor Altenburg aus der Thüringenliga, der Bornaer SV aus der Sachsenliga, der SV 1879 Ehrenhain aus der Landesklasse und Gastgeber SV Lok Altenburg beteiligen.

Ein Foto aus besseren Tagen: 2010 gewann der 1. FC Gera 03 zuletzt das Hallenturnier des ZFC Meuselwitz in der Schnaudertalhalle. Vom Team von damals sind nur noch Michael Franz und Dimo Raffel übrig geblieben. Trotzdem wollen die 03er zumindest ins Halbfinale. (Fotos [2]: Jens Lohse)
Geraer Verletzungsmisere in Dresden
10.12.2011 Fußball-Oberliga: Warning, Just, Roy und Nong-Hoang scheiden beim 0:3 verletzt aus
Dresden (Jens Lohse). Nach vier Punkten aus den letzten beiden Partien musste der 1. FC Gera 03 bei der Dresdner Dynamo-Reserve zum Hinrundenauftakt wieder eine Niederlage hinnehmen. Mit 0:3 (0:1) unterlagen die Elsterstädter im altehrwürdigen Heinz-Steyer-Stadion, enttäuschten dabei aber keinesfalls. "Das war heute ein Spiel", schüttelte Spielertrainer Marco Weißhaupt nach dem Abpfiff mit dem Kopf. Drei Verletzungen binnen 20 Minuten noch vor der Pause warfen die Gäste aus der Bahn. Erst erwischte es Andy Warning, der bei einem Zweikampf mit einem Dresdner umknickte und nicht mehr weiterspielen konnte (21.). Dann musste Torwart Alexander Just vom Platz. Bei einem Abwehrschlag hatte ein Dynamo-Angreifer beim Keeper den Fuß drauf gehalten. Auch für ihn war Schluss, so dass Maik Röschke erstmals in einer Oberliga-Partie zwischen die Pfosten musste. Und fünf Minuten vor der Pause erlitt A-Junior Phillip Roy eine Platzwunde an der Lippe, die im Krankenhaus genäht werden musste. Das war aber noch nicht genug der Verletzungsmisere. Mitte der zweiten Hälfte musste auch Vinh Nong-Hoang das Feld räumen. Da das Wechselkontingent aber schon erschöpft war, mussten die Geraer mehr als 25 Minuten lang zu zehnt auskommen.
Trotzdem schlugen sich die Geraer wacker. "Eine knappe halbe Stunde haben wir richtig gut gespielt, hatten den Gegner im Griff. Einmal haben wir aber nicht aufgepasst", ließ Weißhaupt die erste Halbzeit Revue passieren. Der von Wagner mustergültig freigespielte Genausch ließ sich die Chance zum 1:0 nicht entgehen und Torwart Just keine Abwehrmöglichkeit (23.). Auch nach Wiederbeginn gaben sich die Elsterstädter nicht auf. Die beste Chance zum Ausgleich besaß Michael Franz, dessen Freistoß von der linken Seite an die Querlatte klatschte (66.). Dynamo-Schlussmann Mittag wäre da wohl machtlos gewesen. So fiel im Gegenzug die Entscheidung, als Kreher auf 2:0 erhöhte (67.). Trotz Unterzahl hielten die Gäste dagegen. Wolfersdorf hatte den Anschluss auf dem Fuß. In der Schlussminute fingen sich die Geraer durch Genausch noch das dritte Gegentor ein (90.). Trainer Weißhaupt lobte die geschlossene Mannschaftsleistung und den Kampfgeist der 03er, die mit hohem läuferischen Aufwand dem Favoriten über weite Strecken Paroli geboten hatten und erhobenen Hauptes vom Platz gehen konnten.
Wie es weiter geht beim 1. FC Gera 03 dürfte sich in dieser Woche entscheiden. "Darauf haben wir als Spieler keinen Einfluss. Die sportliche Oberliga-Tauglichkeit haben wir in den letzten vier Begegnungen nachgewiesen", so Marco Weißhaupt.
Dresden II: Mittag - Merkel, Worbs (83. Zerna), Genausch, Kreher, Wächter, Wagner, Böhm (63. Dießner), Leistner, Franke, Süß (88. Labisch). Gera 03: Just (38. Röschke) - Roy (46. Hein), Deugoue, Raffel, Nong-Hoang, Wolfersdorf, Weißhaupt, Kazak, Warning (21. Franz), Brezina, Sidiao. SR: Stefan Sauerzweig (Eickendorf). Z.: 65. Tore: 1:0 Genausch (23.), 2:0 Kreher (67.), 3:0 Genausch (90.).
Drei Verletzungen binnen weniger Minuten
Fußball-Oberliga: Im Gespräch mit Marco Weißhaupt (Gera 03)
Gera (OTZ/Jens Lohse). Oberliga-Schlusslicht 1. FC Gera 03 hat am Samstag bei der SG Dynamo Dresden II mit 0:3 (0:1) den Kürzeren gezogen. Unsere Zeitung unterhielt sich nach dem Abpfiff mit Spielertrainer Marco Weißhaupt:
Das 0:3 klingt deutlich. Sah es auch auf dem Platz so aus?
Das Glück war uns diesmal nicht hold. Eine gute halbe Stunde hatten wir die Partie im Griff. Drei Verletzungen binnen weniger Minuten von Andy Warning, Torwart Alexander Just und A-Junior Philipp Roy, die allesamt den Platz verlassen mussten, haben uns dann etwas aus der Bahn geworfen.
Die letzten 25 Minuten waren Sie sogar in Unterzahl. Warum?
Da auch noch Vinh Nong-Hoang verletzt raus musste, wir unser Wechselkontingent aber schon ausgeschöpft hatten, mussten wir die Begegnung zu zehnt beenden. Fast wäre uns da durch einen Freistoß von Michael Franz, der an die Querlatte klatschte, noch der 1:1-Ausgleich gelungen.
Ihrer Mannschaft können Sie also keinen Vorwurf machen?
Absolut nicht. Die Spieler haben läuferisch alles gegeben, mit hohem Aufwand agiert und konnten den Platz erhobenen Hauptes verlassen.
Es war das letzte Spiel des Jahres. Wie geht es jetzt weiter?
Darauf haben wir keinen Einfluss. Bis Mittwoch trainieren wir. Eigentlich soll diese Woche eine Entscheidung vom Insolvenzverwalter fallen. Zumindest hat die Mannschaft in den letzten vier Partien unter Beweis gestellt, oberliga-tauglich zu sein. Alle haben sich gut entwickelt und als Mannschaft zueinander gefunden. Es wäre schade, wenn jetzt alles auseinander fallen würde.
Gespräch: Jens Lohse
1. FC Gera 03 II - OTG 1902 Gera II 0:1 (0:1)
Gera. Wie schon im Pokal-Viertelfinale zog die 03-Reserve gegen OTG II den Kürzeren. Dabei bestimmte man die Begegnung über weite Strecken und verzeichnete durch Conow, Behnisch und Sidjeci allein drei Pfostentreffer. Weitere beste Gelegenheiten wurden versiebt. Mit dem einzigen Angriff der ersten Halbzeit ging der Gast in Führung. Den Vorsprung verwaltete man geschickt und hatte in der Schlussviertelstunde, als die 03er ihre Abwehr öffneten und sich so Konterräume ergaben, sogar gute Möglichkeiten zum zweiten Treffer. Somit verschenkte der Gastgeber wieder einmal sicher geglaubte Punkte.
SR: Frahm (Gera). Tor: 0:1 Gulusada (39.).
1. FC Gera 03 beschließt das Jahr in Dresden
Fußball-Oberliga: Mit Selbstvertrauen und personellen Alternativen zur Dynamo-Reserve
Gera (OTZ/Jens Lohse). Am ersten Rückrundenspieltag der NOFV-Oberliga Süd gastiert Schlusslicht 1. FC Gera 03 am Samstag um 13 Uhr bei der SG Dynamo Dresden II, die derzeit Tabellensechster ist. Im Hinspiel unterlagen die 03er mit 1:3, wobei Andre Hofer den Gastgeber mit einem verwandelten Foulelfmeter in Führung brachte. Der Österreicher steht nun am Samstag doch im Kader, nachdem er in Piesteritz seine Gelbsperre abgesessen hat. Nach vier Punkten aus den letzten beiden Partien gegen Jena II (2:2) und Piesteritz (2:1) fährt die Weißhaupt-Elf mit Selbstvertrauen ins altehrwürdige Heinz-Steyer-Stadion. "Die Stimmung ist entspannter als in den letzten Wochen. Wir haben keine Angst vor den Dresdnern", verrät Marco Weißhaupt. "Ich bin nicht gezwungen, etwas an der Startelf zu verändern. Die Spieler haben zuletzt bewiesen, dass sie in der Oberliga mithalten können", sagt der Spielertrainer, wenngleich sich mit den zurückgekehrten Michael Franz und Andre Hofer personelle Alternativen ergeben.
Viel mehr Fragen ergeben sich aus der Entwicklung des Insolvenzverfahrens. Da am Samstag der letzte Spieltag des Jahres ist, wollen die Kicker natürlich wissen, wie es weiter geht und ob sie sich ab Januar einen neuen Verein suchen müssen. Auch müsste Trainer Weißhaupt wissen, ob er eine Wintervorbereitung plant. Das nächste Pflichtspiel würde am 4. Februar 2012 auf dem Programm stehen. Dann empfangen die 03er im Viertelfiinale des Thüringer Landespokals den Regionalligisten ZFC Meuselwitz. Ob es dazu kommt, steht in den Sternen - oder in den Akten des Insolvenzverwalters.
1. FC Gera 03 II - Eurotrink Kickers FCL II 1:2 (0:1)
Gera. Die 03-Reserve verbuchte deutlich mehr Ballbesitz und auch die besseren Gelegenheiten, vermochte aus den eigenen Vorteilen aber kein Kapital schlagen. Vor dem Eurotrink-Foulelfmeter zum 0:1 monierte der Gastgeber eine klare Abseitsstellung. Nach Wiederbeginn schafften die 03er den Ausgleich und machten weiter Druck. Ein katastrophaler Abwehrfehler gestattete den Gästen fünf Minuten vor Schluss noch das 1:2. Unterm Strich standen für die 03-Reserve verschenkte Punkte.
SR: Fiedler (Gera). Tore: 0:1 Dünkel (42./Foulelfmeter), 1:1 Tlusty (65.), 1:2 Dröse (85.).
Erster Auswärtssieg fürs Schlusslicht
03.12.2011 Fußball-Oberliga: 1. FC Gera 03 sendet nach Insolvenzantrag sportliches Lebenszeichen aus Piesteritz
Piesteritz (Jens Lohse). Nach dem am Mittwoch gestellten Insolvenzantrag hat Oberliga-Schlusslicht 1. FC Gera 03 ein sportliches Lebenszeichen versendet. Im Aufsteigerduell beim Sachsen-Anhalt-Landesmeister Grün-Weiß Piesteritz landete die Weißhaupt-Elf beim 2:1-Erfolg den ersten Auswärtsdreier der Saison. Und der war aufgrund der Chancenvorteile hochverdient. "Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, von Anbeginn Druck gemacht und uns viele Chancen erarbeitet. Unser Manko war eigentlich nur die schwache Chancenverwertung. Sonst hätten wir den Platz hier als 5:1-Sieger verlassen müssen", schätzte Geras Spielertrainer Marco Weißhaupt ein, der zehn Minuten vor Schluss das Feld für Florian Matk räumte. "Die Mannschaft hat Charakter gezeigt, die vorgegebene Marschroute umgesetzt. Trotz der misslichen Lage des Vereins hat kein Spieler den Kopf hängen lassen", so Weißhaupt.
Die Gäste begannen mit dem Wind im Rücken überraschend offensiv und setzten den Kontrahenten, der sieben Zähler mehr als die Gäste auf seinem Punktekonto hatte, von der ersten Minute an unter Druck. Man spielte Pressing, gewann die große Mehrzahl der zweiten Bälle und ging früh in Führung. Nach einem Ballgewinn an der Mittellinie spielten die Elsterstädter schnell nach vorn. Über zwei Stationen lief das Leder und bei Kazaks 18-m-Schlenzer halbhoch ins Eck war der Piesteritzer Schlussmann Lindemann machtlos - 0:1(16.). Die Geraer überzeugten auch spielerisch. "Unsere Chancen waren keine Zufallsprodukte", so Weißhaupt, der selbst maßgeblich am 0:2 beteiligt war. Der 39-jährige Ex-Bundesliga-Profi wurde vom noch ein Jahr älteren Brasilianer Wellington in vielversprechender Position von den Beinen geholt, was Schiedsrichter Rosenkranz (Plauen) als Notbremse wertete. Der folgende Freistoß von Kazak landete in der Mauer, sprang von dort Andy Warning vor die Füße, der mit seinem dritten Saisontor auf 0:2 (40.) erhöhte.
Nach Wiederbeginn kam der Gastgeber trotz Unterzahl etwas auf. Die von Piesteritz bevorzugten langen Bälle konnten die Geraer Abwehr aber nur selten in Gefahr bringen. Vorn waren die Elsterstädter immer gefährlich und hätten bei guten Gelegenheiten von Bruno Vila Real Sidiao, Andy Warning oder Philipp Roy alles klar machen können. So wurde es in der Schlussviertelstunde noch einmal etwas eng, nachdem Hinkelmann für die Grün-Weiß nach einer Kopfballverlängerung allein vor 03-Keeper Just auf 1:2 verkürzte hatte (76.). Wirklich in Not gerieten die 03er kaum noch. Bei Dimo Raffels Pfostentreffer war man dem dritten Tor näher als der Gastgeber dem Ausgleich.
Piesteritz: Lindemann - Niesar, Körnig, Freihube, Wellington (39. RK), Müller (57. Stefke/81. Zacke), Naujoks, Hinkelmann, Hebsacker (35. Witt), Gerstmann, Klier. Gera 03: Just - Warning (73. Franz), Raffel, Brezina, Nong-Hoang, Kazak, Wolfersdorf, Weißhaupt (81. Matk), Roy, Deugoue, Sidiao (62. Gareis). SR: Lutz Rosenkranz (Plauen). Z.: 150. Tore: 0:1 Kazak (16.), 0:2 Warning (40.), 1:2 Hinkelmann (76.).
Mannschaft hat Charakter gezeigt
Fußball-Oberliga: Im Gespräch mit Marco Weißhaupt (Gera 03)
Gera (OTZ/Jens Lohse). Oberliga-Schlusslicht 1. FC Gera 03 hat am Samstag im Aufsteigerduell beim FC Grün-Weiß Piesteritz mit 2:1 (2:0) gewonnen und damit seinen ersten Auswärtssieg der Saison eingefahren. Unsere Zeitung unterhielt sich nach dem Abpfiff mit dem 39-jährigen Spielertrainer Marco Weißhaupt:
Konnte die Mannschaft nach dem Insolvenzantrag vom Mittwoche überhaupt befreit aufspielen?
Warum nicht? Die Manschaft hat Charakter gezeigt, meine Marschroute perfekt umgesetzt. Keiner hat den Kopf hängen lassen. Schließlich spielt jetzt ja auch jeder Kicker für sich. Jeder will sich für andere Vereine interessant machen.
Die offensive Grundausrichtung überraschte. Woher der Mut?
Wir hatten nichts zu verlieren. Als wir das sehr windige, regnerische Wetter gesehen haben, haben wir uns auf ein sofortiges Pressing verständigt, wenn wir die Seitenwahl gewinnen sollten. Das haben wir getan. Wir haben viele zweite Bälle gewonnen und und mindestens fünf Großchancen erspielt, wobei das keine Zufallsprodukte waren.
Wie geht es jetzt weiter?
Das können wir nicht beeinflussen. Wir können nur ordentlich trainieren und nächste Woche zum Rückrundenstart bei Dynamo Dresden II eine ähnlich engagierte Leistung wie heute anbieten. Davor ist mir nicht bange, zumal sich das Lazarett langsam lichtet. Wie es danach weiter geht, liegt nicht in unserer Hand.
Gespräch: Jens Lohse
TSV Gera-Westvororte II - 1. FC Gera 03 II 1:4 (0:0)
Gera. Einen unerwarteten Auswärtssieg landete die 03-Reserve in Scheubengrobsdorf. Mit dem letzten Aufgebot aufgelaufen - sogar Lengert, Laaß und Hein vom Trainerstab mussten mit ran - ließen sich die Gäste vom Rückstand nach einer guten Stunde nicht beeindrucken. In der Schlussviertelstunde schlug der Gast noch vier Mal zu, wobei sich Rene Hein, der in der Vorsaison noch die Westvororte-Reserve als Trainer führte, mit drei Treffern als Matchwinner auszeichnete.
SR: Küchenthal (Gera). Tore: 1:0 Pieger (67.), 1:1, 1:2 Hein (77., 83.), 1:3 Sidjeci (88.), 1:4 Hein (90.).
03er überraschen den Tabellendritten
26.11.2011 Fußball-Oberliga: Zeiss-Reserve kommt in Gera über 2:2 nicht hinaus und beendet die Partie nach drei gelb-roten Karten zu acht
Gera (OTZ/Jens Lohse). Ein schon etwas verrücktes Spiel sahen die nur 147 Zuschauer im Geraer Stadion der Freundschaft. Nach neun Niederlagen in Folge holte der stark ersatzgeschwächte 1. FC Gera 03 gegen den bisherigen Tabellendritten Carl Zeiss Jena II beim 2:2 wieder einmal einen Punkt. Dabei beendeten die Gäste aus der Saalestadt die Begegnung zu acht, nachdem Schiedsrichter Michael Jäntsch aus Meiningen in der Schlussviertelstunde nacheinander Philipp Röppnack (78./Foulspiel), Christoph Grabisnki (85./Foulspiel) und Björn Lindemann (86./Reklamieren) mit Gelb-Rot vom Platz gestellt hatte. "So etwas habe ich in meiner Fußballer-Laufbahn noch nicht erlebt. Wir durften uns nichts erlauben, sonst wären noch mehr vom Platz geflogen", haderte Zeiss-Trainer Lothar Kurbjuweit, der den Schiedsrichter aber nicht für den schwachen Auftritt seiner Mannschaft verantwortlich machte. "Es ist mir nicht gelungen, die Spieler richtig heiß zu machen. Die frühe Führung hat noch ihr Übriges getan. Alle waren sich viel zu sicher. Unsere fußballerischen Vorteile konnten wir nie umsetzen", so Kurbjuweit, der sich nach Spielschluss fast noch ein Handgemenge am Spielfeldrand mit Geras Angreifer Andre Hofer lieferte. Seine Blessuren kühlte zu diesem Zeitpunkt schon 03-Spielertrainer Marco Weißhaupt in der Kabine. Mit einem großen Eisbeutel am Knöchel urteilte er: "Heute haben wir eine tolle Leistung abgeliefert, viele Ausfälle kompensiert. Zur Halbzeit hatte ich etwas Angst, dass wir konditionell abbauen könnten. Aber heute haben alle füreinander gekämpft. Wir sind eine Einheit gewesen."
Dabei hatten die Geraer im Vorfeld der Begegnung auf die Stammkräfte Franz, Warning, Matk und Chaatouf verzichten müssen. Dennoch gingen die Gastgeber sehr engagiert zu Werke. Den frühen Rückstand durch "Maskenmann" Edri (6.) - der Israeli spielte nach einem in der Woche erlittenen Nasenbeinbruch mit Gesichtschutz - steckten die 03er weg. Mit zwei Standards fand man in die Partie zurück. Nong-Hoang brachte jeweils die Freistöße nach innen, die erst Deugoue (19.) und anschließend Raffel (32:) jeweils zu ihren ersten Saisontoren nutzten - 2:1. Fast hätte Kazak noch für das dritte Geraer Tor gesorgt, schoss aber aus der Nähe des Mittelkreises am leeren Tor vorbei.
Auch nach Wiederbeginn verengten die Gastgeber geschickt die Räume. Die Taktik, dem Gegner die Lust am Fußball zu nehmen, ging auf. Bei den Jenaer war die Nervositöt spürbar. Der letzte Biss fehlte. Torwart Patrick Siefkes griff bei Eingaben von Roy und Nong-Hoang zwei Mal am Ball vorbei (57./59.). So fiel das 2:2 eher aus heiterem Himmel. Brinkmanns Lattenschlenzer prallte vor Edris Füße, der wie bei Lok Leipzig erneut im Doppelpack traf (62.). Edri aus 18 m und Weißhaupt, dem fast ein Eigentor unterlaufen wäre, hätten für die Führung des Favoriten sorgen können. Dann flogen die drei Jenenser vom Platz, wobei die eine oder andere Entscheidung überhart erschien. In der Nachspielzeit hätten die Geraer fast noch das dritte Tor erzielt. Doch nach Ablage Hofers verfehlte Sidiao per Flachschuss das lange Eck um Haaresbreite (90.+1).
Gera 03: Just - Raffel (51.Szuppa), Brezina, Nong-Hoang (74. Conow), Kazak (89. Hein), Wolfersdorf, Weißhaupt, Roy, Deugoue, Sidiao, Hofer. Jena II: P. Siefkes - Reetz, Gennermann, Zickert, Lindemann (86. GRK), C. Siefkes (46. Strohonov), Röppnack (78. GRK), Edri (78. Barth), Grabinski (85. GRK), Brinkmann, Häußler. SR: Michael Jäntsch (Meiningen). Z.: 147. Tore: 0:1 Edri (6.), 1:1 Deugoue (19.), 2:1 Raffel (32.), 2:2 Edri (62.).
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Bei Oberliga-Schlusslicht 1. FC Gera 03 gerät die Reserve des FC Carl Zeiss Jena ins Wanken. Hier setzt sich Geras Armand Deugoue (r.) gegen den später mit Gelb-Rot vom Platz fliegenden Björn Lindemann. Über ein 2:2 kommt der bisherige Tabellendritte nicht hinaus. (Foto: Jens Lohse) |
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| Ezer Kacak im Kopfballduell | Armand Degoue erzielt den 1:1 Ausgleich |
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| Tomas Brezina klärt vor einem Jenaer Spieler | Andre Hofer zeigt vollen Einsatz |
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| Gerangel während des Spieles | Dimo Raffel geling die 2:1 Führung per Kopf |
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| ... für den 1. FC Gera 03 | Fast gelingt noch der Siegtreffer in der Nachspielzeit |
Die Extra-Schichten haben sich gelohnt
Fußball-Oberliga: Im Gespräch mit Vinh Nong-Hoang (Gera 03)
Gera (OTZ/Jens Lohse). Oberliga-Schlusslicht 1. FC Gera 03 trotzte gestern vor 147 Zuschauern im Stadion der Freundschaft nach neun Niederlagen in Folge dem bisherigen Tabellendritten FC Carl Zeiss Jena II ein 2:2 ab. Unsere Zeitung unterhielt sich nach dem Abpfiff mit dem 18-jährigen Vinh Nong-Hoang, der beide Geraer Treffer vorbereitete:
Beide Geraer Tore haben Sie mit Freistößen vorbereitet. Woher diese Stärke?
Die Extra-Schichten Freistoßtraining nach den Einheiten in der Vorwoche haben sich gelohnt. Da war der Platz immer frei und ich habe noch eine halbe Stunde die Bälle vors Tor gebracht. Heute hat es gut geklappt. Armand Deugoue und Dimo Raffel haben sich mit ihren Toren bedankt.
Heute hat die Mannschaft richtig stark aufgespielt. Woher kommt der Wandel?
Wir wollten mit einer aggressiven Startphase den Gegner verunsichern, ihm die Lust am Fußball nehmen. Das hat gut geklappt. Wir haben die Räume verengt. Schade, dass mir vor dem 0:1 ein Fehler unterlaufen ist. Aber mit den beiden Freistößen habe ich das dann wieder gut gemacht.
Der Zusammenhalt im Team war heute auffällig. Was ist in der Woche passiert?
Nichts besonderes. Alle waren hochmotiviert, haben sich gegenseitig mitgerissen. Darauf lässt sich aufbauen. Ein Sieg wäre nicht unverdient gewesen.
Gespräch: Jens Lohse
Weißhaupts Freistoßtor lässt nochmals hoffen
19.11.2011 Fußball-Oberliga: 1. FC Gera 03 bei 1:2-Heimniederlage gegen Erfurt II im Aufwind
Gera (OTZ/Jens Lohse). So nahe wie lange nicht mehr war Oberliga-Schlusslicht 1. FC Gera 03 an einem Erfolgserlebnis dran. Dennoch zog man am Ende vor nur noch 115 Zuschauern im Stadion der Freundschaft gegen den auf Rang fünf vorrückenden FC Rot-Weiß Erfurt II mit 1:2 (0:1) den Kürzeren. 03-Trainer Marco Weißhaupt war dann auch erstmals seit Wochen wieder einmal zufrieden. "Ein Kompliment an meine Mannschaft. Sie hat alles versucht, aber immer noch ein paar Fehler zuviel gemacht. Kämpferisch und läuferisch war das Gezeigte eine Klasse besser als zuletzt. Ein Punkt wäre schön gewesen und hätte der Moral gut getan", schätzte der Ex-Bundesliga-Profoi ein, der mit seinem direkt verwandelten 20-m-Freistoß von der linken Strafraumkante in der Schlussviertelstunde nochmals für Hoffnung im Geraer Lager gesorgt hatte. Doch mehr als der 1:2-Anschluss gelang dem Gastgeber trotz allen Bemühens nicht. Rot-Weiß-Coach Piet Schönberg war nach Abpfiff ziemlich angefressen. "Ich bin nur mit dem Ergebnis zufrieden. Sonst war der Auftritt meiner Mannschaft anttäuschend, wurde unserem Anspruch überhaupt nicht gerecht. Da gab es keine Emotionen auf dem Platz. Da wollen wir froh sein, gewonnen zu haben", kommentierte er.
Die Erfurter boten eine ziemlich schwache Vorstellung, unterschätzten den Kontrahenten wohl. Die 03er mussten auf den gelbgesperrten Raffel und den am Rücken verletzten verletzten Kapitän Franz verzichten. Dafür kehrte Armand Deugoue nach überstandener Oberschenkelzerrung wieder in die Innenverteidigung zurück und verlieh der Abwehr mit seiner Zweikampfstärke viel Sicherheit. Nach einem schnell gespielten Freistoß über die rechte Seite gingen die Gäste durch Morozow früh in Führung (11.). Doch auch die Geraer besaßen durch Hofers Heber, den sich der lange Keeper Rickert angelte, Kazaks Freistoß, der ebenfalls zu Rickerts Beute wurde, und einen Distanzschuss von Sidiao, der knapp über den Querbalken strich, durchaus gute Gelegenheiten. Auch nach Wiederbeginn konnten die Erfurter den Schalter nicht umlegen. Dabei besaß man genügend Chancen, dass Spiel frühzeitig für sich zu entscheiden. Doch 03-Torwart Just hielt seine Mannschaft im Spiel, parierte erst nach Rückpass von Ströhl gegen Odenwald (50.) und später gegen Jurascheck (73.), nachdem Brezina den Ball im Vorwärtsgang verloren hatte. Außerdem verzogen Ströhl (52.) und Paradies (58.) aus bester Lage. So war wieder ein Standard für das 0:2 erforderlich. Odenwald köpfte einen Eckball zum 0:2 ins lange Eck (74.). Die Gastgeber mühten sich, taten sich in der Offensive aber schwer. Fast wäre Hofer nach Chaatoufs Kopfballverlängerung noch an die Freistoßeingabe von Matk gekommen (56.). Allemal sehenswert war der 1:2-Anschluss durch Weißhaupts an der Schnur über die Mauer gezogenen Freistoß (76.).
Gera 03: Just - Warning, Deugoue, Brezina, Nong-Hoang, Kazak (66. Wolfersdorf), Weißhaupt, Roy, Chaatouf, Sidao (46. Matk), Hofer (84. Röschke). Erfurt II: Rickert - Tyler (57. Cobby), Ofosu-Ayeh, Morosow, Paradies (87. Fisher), Langner, Kind, Jurascheck, Rahn, Ströhl (76. El Haj Ali), Odenwald. SR: Stephan Reuter (Eisfeld). Z.: 115. Tore: 0:1 Morozow (11.), 0:2 Odenwald (74.), 1:2 Weißhaupt (76.).

Gleich umringt von den drei Erfurtern Kevin Cobby (r.), Marc Langner (l.) und Tommy Kind kann Geras Vinh Nong-Hoang den Ball nur schwer behaupten. (Foto: Jens Lohse)

Im Laufduell setzt sich Geras Angreifer Andre Hofer (l.) gegen den Erfurter Rhys Tyler durch. Knapp mit 1:2 unterliegt der 1. FC Gera 03 daheim gegen die Rot-Weiß-Reserve. (Foto: Jens Lohse)
Wir sind nicht untergegangen wie zuletzt
Im Gespräch mit Andy Warning
Gera (OTZ/Jens Lohse). Mit 1:2 (0:1) zog Oberliga-Aufsteiger 1. FC Gera 03 vor nur 115 Zuschauern im heimischen Stadion der Freundschaft gegen den FC Rot-Weiß Erfurt II den Kürzeren. Eine Viertelstunde vor Schluss schaffte Spielertrainer Marco Weißhaupt den 1:2-Anschluss. Unsere Zeitung unterhielt sich nach dem Abpfiff mit Andy Warning:
Sind Sie mit der knappen Niederlage zufrieden?
Erst einmal, ja. Aber heute war mehr drin. Auf jeden Fall haben wir uns gesteigert. Nach dem 1:2-Anschluss hatte ich die Hoffnung, dass noch etwas gehen könnte. Wir haben alles versucht, aber uns keine echte Chance mehr erarbeiten können.
Wir bewerten Sie die Partie?
Gegen eine Drittliga-Reserve war das so schlecht nicht, zumal wir keinen gelernten Verteidiger auf dem Feld hatten. So sind beide Gegentore wieder nach Standards passiert. Auf jeden Fall sind wir nicht untergegangen wie einige Male in den letzten Wochen.
Sie haben heute erstmals die Kapitänsbinde getragen. Wie kam es?
Michael Franz war noch verletzt. Da hat es mich gefreut, dass der Trainer zu mir gekommen ist und mir die Binde gegeben hat. Das ist eine Wertschätzung meiner Leistungen, wenngleich auch bei mir in dieser Saison nicht alles rund läuft.
Geht es jetzt wieder aufwärts?
Ich hoffe. Die Partie war ziemlich ausgeglichen. Es sah nicht so aus, als würde das Schlusslicht gegen einen Aufstiegsanwärter spielen. Erfurt hat fast nur mit langen Bällen operiert. Alle haben heute gekämpft, auch ein Andre Hofer, dem man das in den letzten Wochen oft abgesprochen hat.
Nun kommt der FC Carl Zeiss Jena II am nächsten Sonntag. Was wird da?
Mal sehen. Dimo Raffel kehrt nach seiner fünften gelben Karte zurück. Vielleicht ist auch Michael Franz wieder dabei. Wir werden unsere Chance suchen. Schön wäre es, wenn wieder einmal 15 Spieler auf dem Trainingsplatz ständen.
Gespräch: Jens Lohse
19.11.2011 Pokalviertelfinale 1. FC Gera 03 II - OTG 1902 Gera II 2:3 n.V. (1:1, 0:1)
Gera. Nach dem ersten Saisonerfolg in der Vorwoche schaffte die OTG-Reserve nun auch den Einzug in die Runde der letzten Vier im Pokal. Mit acht Altherrenkickern in der Startformationen taten sich die 03er schwer, verkauften sich aber teuer. OTG II agierte letztlich schneller und beweglicher, gewann so am Ende keinesfalls unverdient. Referee Rocktäschel kam in 120 Pokalminuten ohne gelbe Karte aus.
SR: Rocktäschel (Gera). Tore: 0:1 Kölbel (25.), 1:1 Tlusty (63.), 1:2 Kühn (110.), 1:3 Alijev(113.), 2:3 Kühns (120.).
1. FC Gera 03 II - VfL 1990 Gera 4:2 (2:0)
Gera. Die durch Kazak und Sidiao verstärkte Oberliga-Reserve feierte ihren dritten Saisonsieg. In der überlegen geführten ersten Halbzeit belagerte der Gastgeber das VfL-Gehäuse, verlor mit zunehmender Spielzeit aber den Faden. Nach Wiederbeginn kamen die Debschwitzer auf, schafften zwei Mal den Anschluss. Chancen gab es hüben wie drüben. Nach Gelb-Rot für Özsoy (60.) kickte der Gast eine halbe Stunde in Überzahl, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Mit dem 4:2 machte Kazal per verdecktem 14-m-Schuss alles klar.
SR: Uebel (Gera). Tore: 1:0 Laaß (3.), 2:0 Gareis (45.), 2:1 Lenzner (51./Foulelfmeter), 3:1 Sidiao (67.), 3:2 Georgi (71.), 4:2 Kazak (78.).
BSG Wismut Gera II - 1. FC Gera 03 II 3:0 (1:0)
Gera. Die Wismut-Reserve ergriff vor 171 (!) Zuschauern von Anbeginn die Initiative und ging folgerichtig früh in Führung. Gefühlte 70 Prozent Ballbesitz mündeten bis zur Pause aber nicht in weiteren Treffern, da das Spiel des Gastgebers von zu vielen Fehlpässen geprägt war. Nach Wiederbeginn enteilte Wismut II auf 3:0. Die Chance zum Ehrentor der 03er vergab Nong-Hoang, der mit einem Halndelfmeter an Wismut-Keeper Schröter scheiterte (61.).
SR: Gatzemann(Gera). Tore: 1:0 Neumayer (5.), 2:0 Branescu (47.), 3:0 Obst (55.).

Wismut-Kicker Andre Jahn (r.) schraubt sich im Kopfballduell höher als Maik Röschke vom 1. FC Gera 03 II. Vor 171 Zuschauern gewinnen die Orange-Schwarzen das "kleine Derby" im Stadion am Steg mit 3:0. (Fotos: Jens Lohse)
Nächste Klatsche für Gera 03
Fußball-Oberliga: 0:6-Debakel bei Lok Leipzig
Leipzig (Jens Lohse). Die nächste Klatsche holte sich Oberliga-Schlusslicht 1. FC Gera 03 beim 1. FC Lok Leipzig ab. Mit 0:6 kam die Weißhaupt-Elf unter die Räder, die eine katastrophale erste Halbzeit ablieferte. Vor dem 2611 Zuschauern im altehrwürdigen Bruno-Plache-Stadion erstarrten die 03er förnlich vor Ehrfurcht. Fast jeden Schuss aufs Gäste-Tor musste Keeper Just aus dem Netz holen, wobei ihm kaum ein Vorwurf zu machen war. Beim ersten und zweiten Tor ließen die 03er Leipzigs N?Diaye viel zu viel Platz, der jeweils Masek bediente, der erst mit dem Fuß (12.) und dann mit dem Kopf erfolgreich war (26.). Auch dem dritten Lok-Treffer durch Seipels Schuss ins lange Eck ging ein Pass durch die Mitte voraus (33.). Als dann Just eine Flanke in die Mitte faustete und Routinier Görke das Leder mit viel Gefühl aus knapp 30 m ins leere Tor hob (37.), war mit dem 4:0 schon frühzeitig alles entschied. Nach Wiederbeginn betrieben die Geraer Schadensbegrenzung. Doch der gerade eingewechselte Brodkorb erhöhte per Kopf nach einem Freistoß auf 5:0 (75.). Und noch ein weiterer Leipziger Einwechsler trug sich in die Torschützenliste ein. Racko machte nach einem weiten Einwurf das halbe Dutzend voll (84.). Die beste Gelegenheit zum Ehrentreffer der Gäste versiebte Chaatouf, der freistehend vor Lok-Keeper Dolecek nochmals auf Sidiao ablegen wollte, anstatt selbst abzuschließen (67.).
Lok Leipzig: Dolecek - Seipel (80. Schulz), N?Diaye (64. Racko), Bachmann, Werner, Krug, Seifert, Görke (74. Brodkorb), Masek, Ristovski (GK), Engler. Gera 03: Just - Matk (GK), Roy, Raffel (GK), Weißhaupt, Kazak (35. Conow), Franz (55. Hein), Brezina, Sidiao, Warning, Chaatouf (77. Nong-Hoang). SR: Dirk Simon (Merseburg). Z.: 2611. Tore: 1:0, 2:0 Masek (12., 26.), 3:0 Seipel (33.), 4:0 Görke (37.), 5:0 Brodkorb (75.), 6:0 Racko (84.).
Geras Brasilianer Bruno Vila Real Sidiao (l.) versucht gegen den Leipziger Sebastian Seifert einen Gäste-Angriff einzuleiten. (Foto: Jens Lohse)
Einige sind mit den Köpfen woanders
Fußball-Oberliga: Im Gespräch mit Marco Weißhaupt (Gera 03)
Gera (OTZ/Jens Lohse). Mit 0:6 (0:4) ging Oberliga-Schluslicht 1. FC Gera 03 am Freitag Abend vor 2611 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion auch beim 1. FC Lok Leipzig unter. Unsere Zeitung unterhielt sich nach dem Abpfiff mit Spielertrainer Marco Weißhaupt
Wieder musste Ihr Team eine ernüchternde Niederlage hinnehmen. Woran lag es?
Wir haben alles zuvor in der Kabine groß und breit angesprochen. Aber die Leipziger haben ihre Chancen konsequent genutzt und unsere Fehler eiskalt bestraft. Wir wollten die Räume eng machen, so möglichst die Pässe in die Schnittstellen der Viererkette verhindern. Das ist uns nur sehr bedingt gelungen.
Bei den Standards wirkte Ihr Team überfordert?
Die Leipziger kamen mit drei 1,90-m-Hünen. Da hatten wir keine Chance. Bei uns ist Dimo Raffel mit 1,83 m der Größte. Da kannst Du mitspringen. wie du willst und deinen Körper einsetzen. Du hast keine Chance.
Sind die Spieler noch mit dem Herzen dabei?
Einige scheinen mit den Köpfen schon woanders zu sein. Darüber müssen wir reden. Manche ergeben sich fast kampflos ihrem Schicksal. Wahrscheinlich müssen wir in der derzeitigen Situation noch mehr auf den eigenen Nachwuchs setzen. Die A-Junioren hängen sich rein, selbst wenn längst nicht alles klappt.
Wie geht es weiter?
Keine Ahnung. Wenn nicht alle an einem Strang ziehen, müssen wir uns noch von dem einen oder anderen Spieler trennen.
Gespräch: Jens Lohse
In Schlussviertelstunde eingebrochen
Fußball-Oberliga: Schlusslicht 1. FC Gera 03 hält gegen Spitzenreiter Zwickau lange gut mit
Fußball-Oberliga: 1. FC Gera 03 - FSV Zwickau 1:5 (0:2)
Gera (OTZ/Jens Lohse). Oberliga-Absteiger 1. FC Gera 03 steht zum zweiten Mal am Abgrund. Bis Mitte der Woche entscheidet sich, ob Vorstandsvorsitzender Peter Harthaus den Gang zum Insolvenzgericht noch abwenden kann. Sportlich zogen die 03er am Sonntag vor 1287 Zuschauern - gut 800 waren aus Westsachsen mitgekommen - gegen Spitzenreiter FSV Zwickau mit 1:5 den Kürzeren, wobei es eine Viertelstunde vor Schluss beim Stand von 1:2 aus Sicht der Gastgeber noch recht ordentlich aussah. "Meine Mannschaft hat heute Moral gezeigt. Viele Spieler sind an ihr Limit gegangen. Zum Schluss fehlte die Kraft. Das nutzt eine Elf wie Zwickau natürlich aus", kommentierte Geras Spielertrainer Marco Weißhaupt nach dem Schlusspfiff, während sein Gegenüber Nico Quade von einer spielerisch ansprechenden Leistung seines FSV sprach. "Allerdings haben wir das dritte Tor nach der Halbzeit nicht gemacht. Das hatten wir uns vorgenommen. So hat die Mannschaft erst nach dem Geraer Anschlusstreffer wieder ein paar Prozente drauf gepackt und am Ende noch klar gewonnen", urteilte der Zwickauer Coach, der von 2005 bis 2009 vier Jahre bei den 03ern gewirkt hatte.
Mit Mann und Maus verteidigte der Gastgeber von der ersten Minute an das eigene Tor. Die verletzten Warning (geplatztes Trommelfell) und Deugoue (Oberschenkelprobleme) standen nicht zur Verfügung, so dass mit Phillip Roy ein A-Junior beginnen musste. Anfänglich taten sich die Zwickauer schwer, sich Torchancen zu erarbeiten. Als aber 03-Keeper Just gegen den durchgebrochenen Wölfel zu spät kam, hatte Ziegner per Elfmeter die Gelegenheit zur FSV-Führung, scheiterte aber an Keeper Just (18.). Sieben Minuten kam der Geraer Schlussmann bei Weißhaupts Rückpass zu spät, traf statt den Ball Laskowskis Fuß. Diesmal ließ sich Ziegner die Strafstoßchance nicht entgehen - 0:1 (25.). Die Gäste blieben konzentriert. Frick fand noch in Just seinen Meister (35.), ehe Luge den Patzer von Kazak auf der rechten Außenbahn bestrafte und Laskowski bediente, der ohne Mühe zum 0:2 einschob (37.).
Nach Wiederbeginn drängten die Zwickauer auf den dritten Treffer. Doch Laskowski per Volleyschuss (47.), Frick, gegen den 03-Verteidiger Matk in höchster Not rettete (61.), und Luge (63.) versiebten beste Möglichkeiten. Aus heiterem Himmel kam Gera zum Anschluss. Schumann verlor das Leder am eigenen Strafraum an Matk, der per Schlenzer den bis dato ungeprüften Wohlfeld im FSV-Kasten überwand - 1:2 (69.). Die Zwickauer waren sich der Gefahr bewusst, zogen das Tempo wieder an. Luges Doppelpack (77., 83.) sowie Paul per Kopf im Nachsetzen nach einer Ecke (89.) ließen die Quade-Elf auf 1:5 enteilen und zu einem standesgemäßen Sieg kommen, der gegen tapfer kämpfende 03er, bei denen am Ende drei A-Junioren auf dem Platz standen, wohl um zwei Treffer zu hoch ausfiel.
Gera 03: Just (GK) - Kazak, Raffel, Brezina, Matk (GK),Weißhaupt, Roy, Franz (79. Conow), Chaatouf, Sidiao (73. Gareis), Hofer (GK/46. Szuppa). Zwickau: Wohlfeld - Schumann, Trehkopf, Paul, Ziegner, Stiefel, Wölfel, Fuß (4. Hauser/79. Strobel), Luge (GK), Frick, Laskowski (GK/79. Bylicki). SR: Henry Müller (Cottbus). Z.: 1287. Tore: 0:1 Ziegner (25./Foulelfmeter), 0:2 Laskowski (37.), 1:2 Matk (69.), 1:3, 1:4 Luge (77., 83.), 1:5 Paul (89.).

Duell der Routiniers: Zwickaus Torsten Ziegner (l.) düpiert den Geraer Spielertrainer Marco Weißhaupt. Mit 1:5 unterliegt Schlusslicht Gera 03 zu Hause dem Spitzenreiter aus Westsachsen. (Foto: Jens Lohse)

Zwickaus Davy Frick (l.) hat den Geraer Hendrik Szuppa überlaufen. Mit 1:5 unterliegt Schlusslicht Gera 03 zu Hause dem Spitzenreiter aus Westsachsen. (Foto: Jens Lohse)
Der Kampfgeist hat gestimmt
Fußball-Landespokal: Im Gespräch mit Michael Franz (Gera 03)
Gera (OTZ/Jens Lohse). Mit 1:5 (0:2) zog Oberliga-Aufsteiger 1. FC Gera 03 vor 1287 Zuschauern im heimischen Stadion der Freundschaft gegen Spitzenreiter FSV Zwickau den Kürzeren. Eine Viertelstunde vor Schluss hatte es nur 1:2 geheißen. Unsere Zeitung unterhielt sich nach dem Abpfiff mit 03-Kapitän Michael Franz:
75 Minuten sah es gar nicht schlecht aus. Was war in der Schlussviertelstunde los?
Da wurden wir von den Zwickauern ausgespielt, waren mit den Kräften am Ende. Das Ergebnis spiegelt aber nicht unsere Leistung wider. Kampfgeist und Einstellung haben gestimmt. Nach dem Anschlusstreffer keimte sogar Hoffnung. Insgesamt reicht die Qualität aber nicht. Trotzdem haben wir uns mit Ausnahme der letzten 15 Minuten gut aus der Affäre gezogen.
Ist personell Entspannung in Sicht?
Wohl eher nicht. Heute hatten wir einen gelernten Abwehrspieler auf dem Feld. Ich musste mit muskulären Problemen vom Platz. Florian Matk hat keine Luft mehr bekommen. So dünnt sich der ohnehin kleine Kader immer mehr aus.
Läuft der 1. FC Gera 03 am Freitag beim 1. FC Lok noch einmal auf? Wieder steht eine Insolvenz im Raum. Was sagt der Vorstand?
Wir trainieren ganz normal weiter. Das Flutlichterlebnis in Probstheida ist etwas ganz besonderes. Ich hoffe, das nimmt uns niemand weg. Alles andere liegt nicht in unserer Macht.
Gespräch: Jens Lohse
1. FC Gera 03 II - SV Roschütz II 3:7 (3:3)
Gera. Die durch Hofer und Chaatouf aus dem Oberliga-Kader für eine Halbzeit verstärkte 03-Reserve besaß vor der Pause Feld- und Chancenvorteile, fing sich hinten aber zu einfache Gegentore ein. Zudem parierte Gäste-Torwart Zimmare mehrfach glänzend. Nach Wiederbeginn sah es lange Zeit nach einer Punkteteilung aus, ehe Roschütz in Führung ging und später den Kontrahenten auskonterte. Als fünffacher Torschütze gefiel Gäste-Stürmer Raik Friedrich.
SR: Biel (Gera). Tore: 1:0 Hofer (13./Foulelfmeter), 1:1 Gütschow (20.), 2:1 Hofer (21.), 2:2, 2:3 Friedrich (29., 36.), 3:3 Chaatouf (41.), 3:4 Friedrich (79.), 3:5 Gütschow (85.), 3:6, 3:7 Friedrich (87., 88.).
Fußball-Oberliga: VfL Halle 96 - 1. FC Gera 03 1:0 (1:0)
Andy Warning (Foto: Jens Lohse)
(Jens Lohse) Oberliga-Aufsteiger 1. FC Gera 03 hat auch der Kellerderby verloren und beim VfL Halle 96 mit 0:1 den Kürzeren gezogen.
Für das Tor des Tages sorgte der Hallenser Braun, der nach einem Alleingang von Reich durchs Mittelfeld den 03-Schlussmann Just
mit einem geschickten Heber überlupfte (28.). "Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat im Rahmen ihrer Möglichkeiten kämpferisch alles gegeben", urteilte Trainer Marco Weißhaupt, der diesmal die Rolle als Abwehrchef einnahm.
War man selbst im Angriff rückte der Ex-Bundesliga-Profi ins Mittelfeld auf. Schaltete man auf Abwehr um, ließ er sich in die Viererkette zurück fallen.
Im Vergleich zum 0:7 in der Vorwoche gegen Bautzen sollte so mehr Stabilität einziehen, zumal der Verein sich in der Woche vom tschechischen Abwehrspieler Misak getrennt hatte.
Die erste Halbzeit gehörte dem Gastgeber, der in der Vorwoche beim 4:2-Sieg in Luckenwalde den ersten Saison-Dreier eingefahren hatte. Den Geraer unterliefen im Vorwärtsgang zwei, drei grobe Abspielfehler. Einen davon nutzte der VfL zum Führungstor (28.).
Nach Wiederbeginn verstärkten die 03er ihre Bemühungen auf den Ausgleich. Allerdings musste man mit Deugoue (Oberschenkelprobleme) und Warning (Unterarmverletzung) zwei wichtige Spieler in der Kabine lassen. Da die Geraer auf der Bank nur Offensivkräfte hatte, musste Trainer Weißhaupt erneut komplett umstellen.
Die Elsterstädter erarbeiteten sich phasenweise ein Übergewicht, verstanden es aber wie so oft in den letzten Wochen nicht, sich klare Torchancen zu erarbeiten. Sidiao, Hofer und Franz versuchten sich zumindest aus der Distanz. Näher dran an ihrem zweiten Treffer waren die Hallenser, die per 22-m-Freistoß durch Reich nur den Pfosten trafen (59.).
Spielertrainer Weißhaupt gehen vor dem Spiel gegen Spitzenreiter FSV Zwickau langsam die Akteure aus. Händeringend hofft er auf eine Rückkehr von Deugoue und Warning. Der Rückstand auf den vorletzten Platz, den derzeit Mitaufsteiger Piesteritz einnimmt, beträgt nach fünf Niederlagen in Folge schon vier Zähler.
1. FC Gera 03 II - SG Lusan/Liebschwitz II 1:1 (0:0)
Gera. Wieder einmal tat sich die 03-Reserve mit der Effektivität vor dem gegnerischen Tor schwer. Angesichts von Feld- und Chancenvorteilen hätte der Gastgeber zur Pause deutlich führen müssen, wenngleich die Lusan/Liebschwitz II mit Kontern immer gefährlich blieb. Nach dem 1:0 nach Wiederbeginn hätten die 03er erhöhen können, scheiterten aber immer wieder an Gäste-Keeper Drechsel. Mit einem Sonntagsschuss kam die SG zum Ausgleich und war in der Schlussphase, als beim 1. FC die Kräfte erlahmten, sogar dem Siegtreffer näher.
SR: Bergmann (Gera). Tore: 1:0 Klammt (47.), 1:1 Tarne (62.).
Langsam gehen uns die Spieler aus
Marco Weißhaupt (Foto: Lohse)
Im Gespräch mit Marco Weißhaupt
Halle (OTZ/Jens Lohse). Mit 0:1 (0:0) hat Oberliga-Aufsteiger 1. FC Gera 03 auch das Kellerderby beim VfL Halle 96 verloren. Damit beträgt der Rückstand auf Platz 14 nun schon vier Zähler. Unsere Zeitung unterhielt sich nach dem Abpfiff mit Spielertrainer Marco Weißhaupt:
Nach dem 0:7 gegen Bautzen in der Vorwoche klingt ein 0:1 in Halle gar nicht so schlecht. Wie lautet Ihre Einschätzung?
Zumindest kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die Spieler haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten kämpferisch alles gegeben. Unserem Spiel nach vorn hat wieder einmal der finale Pass gefehlt.
Sie selbst haben eine Art Libero gespielt. Wie muss man sich das vorstellen?
Wenn wir in Ballbesitz waren, habe ich mich ins Mittelfeld geschoben, um dort eine Überzahl zu schaffen. Waren wir in der Abwehr gebunden, habe ich mich in die Viererkette fallen lassen. Das hat angesehen von der ersten halben Stunde, als wir einige Ballverluste im Vorwärtsgang hatten, ganz gut funktioniert.
In der Halbzeit mussten Sie nochmals umstellen. Was war passiert?
Armand Deugoue hatte wieder Oberschenkelprobleme. Bei Andy Warning stand ein Hallenser auf dem Arm. Er konnte seine Hand nicht bewegen. Ich hoffe, beide sind gegen Zwickau wieder einsatzbereit. Sonst gehen uns nach und nach die Spieler aus, zumal sich der Verein in der Woche auch noch von Pavel Misak getrennt hat.
Nun wartet am nächsten Sonntag Spitzenreiter Zwickau?
Die Situation ist nicht besser geworden. Zumindest hat diesmal die Einstellung gestimmt. Eine Steigerung war unverkennbar. Darauf können wir gegen die Westsachsen aufbauen.
BSG Wismut Gera III - 1. FC Gera 03 II 7:3 (1:2)
Vor knapp 100 Zuschauern gehörte die erste Halbzeit den Gästen, die allerdings zu fahrlässig mit ihren Feld- und Chancenvorteilen umgingen. Mit der Hereinnahme von Steiniger kam nach Wiederbeginn die Wende. Die 03-Reserve ließ konditionell nach, während sich Wismut III in einen kleinen Rausch spielte. Sechs Tore in Halbzeit zwei wurden begeistert gefeiert. Schiedsrichter Sven Poschart, der mit zwei Assistenten angetreten war, hatte mit der fairen Partie keinerlei Probleme.
Schiedsrichter: Poschart (Gera)
Tore: 0:1 Szuppa (30.), 0:2 Lang (33.), 1:2 Ikic (41.), 2:2 Schubert (66.), 3:2 Steiniger (68.), 4:2 Stöckigt (74.), 4:3 Erbe (76.), 5:3 Steiniger (83.), 6:3 Stöckigt (88.), 7:3 Klotz (89./Foulelfmeter)
Fußball-Oberliga: 1. FC Gera 03 - FSV Budissa Bautzen 0:7 (0:2)
(Jens Lohse) Der Vorstandsvorsitzende Peter Harthaus dürfte seinen 72. Geburtstag in unangenehmer Erinnerung behalten. Nach dem 0:7 (0:2)-Heimdebakel gegen Budissa Bautzen brennt bei Oberliga-Aufsteiger 1. FC Gera 03 die rote Laterne.
"Das Ergebnis spiegelt die derzeitige Gesamtsituation im Verein wider. Da stimmen so viele Dinge nicht. Seit Juli stopfen wir nur Löcher", sagte Trainer Marco Weißhaupt und nahm seine Mannschaft in Schutz, die eben nicht die Qualität für die neue Liga habe.
Vor der Minuskulisse von 152 Zuschauern gestalteten die 03er bei strahlendem Sonnenschein die Anfangsviertelstunde offen. Doch ein diagonaler Pass der Bautzener warf das taktische Konzept des Gastgebers wieder über den Haufen.
Kazak rückte von Außenbahn nicht nach innen. Raffel wurde überflankt, kam dann im Zweikampf gegen Töppel zu spät. Die fällige Elfmeterchance ließ sich Fröhlich nicht entgehen - 0:1 (14.).

Bautzens Reimund Linkert (r.) schirmt den Ball vor dem Geraer Florian Matk ab. Mit 0:7 gehen die 03er zu Hause gegen Bautzen unter. (Foto: Jens Lohse)
Den Geraern fehlte es im Spiel nach vorn am Durchsetzungsvermögen. Auch mit Weißhaupt in der Startformation war keine Besserung erkennbar. Eine Torchance gab es in Halbzeit eins für die Gelb-Schwarzen.
Chaatoufs Aufsetzerkopfball nach einer Franz-Flanke fehlte es an Schärfe und Genauigkeit. Statt dessen kassierte man nach einem eigenen Einwurf in der gegnerischen Hälfte das 0:2. Wendschuch konnte ungehindert einköpfen (39.).

Geras Tomas Brezina (l.) spielt den Ball für Budissa--Kicker Eric Bachmann. Mit 0:7 gehen die 03er zu Hause gegen Bautzen unter. (Foto: Jens Lohse)
Das gleiche Bild beim dritten Gegentor nach Wiederbeginn. Nach einem Bautzener Freistoß traf Petrick per Kopf (48.). Der Gastgeber wehrte sich. Weißhaupt und Warning brachten Angreifer Hofer in günstige Positionen, doch der Österreicher vergab jeweils (55., 65.).
Mit dem 0:4 durch Linkert war die Moral der Geraer endgültig gebrochen. Fast ohne Gegenwehr ergab man sich dem Schicksal und ließ sich nach allen Regeln der Kunst auskontern.
Töppel (77.) und die eingewechselten Schidun (85.) und Bachmann (90.) waren dankende Abnehmer für die Geschenke der 03er, die es in der Schlussphase nicht schafften, Schadensbegrenzung zu betreiben und somit die höchste Niederlage ihrer Oberliga-Geschichte kassierten.
1. FC Gera 03: Just - Deugoue (75. Hein), Raffel (GK), Weißhaupt (GK), Warning, Kazak (20. Matk), Franz, Misak, Brezina (GK), Chaatouf (70. Gareis), Hofer (GK)
FSV Budissa Bautzen: Richter - Fröhlich, Beck, Schikora, Linkert (GK/75. Schidun), Wendschuch, Schwitzky, Johne, Naumann (60. Bachmann), Töppel (81. Krahl), Petrick
Schiedsrichter: Frank Hildebrandt (Nebra)
Zuschauer: 152
Tore: 0:1 Fröhlich (14.), 0:2 Wendschuch (39.), 0:3 Petrick (48.), 0:4 Linkert (67.), 0:5 Töppel (77.), 0:6 Schidun (85.), 0:7 Bachmann (90.)
Hofer erspart Geraern Verlängerung
Fußball, TFV-Pokal-Achtelfinale: Österreicher nach Einwechslung mit Doppelschlag in Ehrenhain
Ehrenhain (Jens Lohse). Souverän sieht anders aus. Doch für Oberligist 1. FC Gera 03 zählte nach vier Punktspielniederlagen in Folge bei Landesklasse-Vertreter SV 1879 Ehrenhain nur das Weiterkommen im Achtelfinale des Thüringer Landespokals. Maßgeblichen Anteil daran hatte Torjäger Andre Hofer. Mit einer gewissen Portion Wut im Bauch ob seiner erneuten Nichtberücksichtigung in der Startelf ersparte der Österreicher den Geraern mit seinem Doppelpack die Verlängerung. "Wir haben erst in der zweiten Halbzeit Gas gegeben. Das Erfolgserlebnis ist wichtig für die Köpfe der Spieler, nachdem es in der Meisterschaft zuletzt nicht so lief", schätzte 03-Trainer Marco Weißhaupt ein. Erst nach seiner Einwechslung nach einer knappen Stunde wurde das Spiel der Gäste geordneter. Seine Chancen nutzte der Oberliga-Aufsteiger konsequent. Nachdem Misaks 25-m-Freistoß in der Ehrenhainer Mauer landete, spielte Kazak Hofer frei, der aus spitzem Winkel flach zum 1:1 ins Netz traf (63.). Und auch beim 1:2-Siegtor war der Ex-Goslarer zur Stelle. Nach Trojans kurz gespieltem Abstoß eroberte sich Hofer den Ball am gegnerischen Strafraum, überlief den tschechischen Libero des Gastgebers und schob überlegt ein (80.). Schon in der 2. Runde bei Schott Jena hat Hofer beim 2:1-Erfolg in der Verlängerung für die Entscheidung gesorgt.
Die Weißhaupt-Elf tat sich von Anbeginn sehr schwer. Die Ehrenhainer Führung durch den nach einer Freistoßeingabe völlig ungedeckten Simon (4.) verunsicherte die 03er zusätzlich. Langsam und behäbig wirkte der Spielaufbau. Die Fehlpassquote war viel zu hoch. Klare Chancen ließen lange auf sich warten. Erst gegen Ende der ersten Hälfte waren Chaatouf bei seinem Abseitstor (38.) und Hofer per Flachschuss, den Keeper Sittel aber parierte (42.), dem Ausgleich nahe. Nach Wiederbeginn dominierten die Gäste deutlicher. Ehrenhain verteidigte mit Mann und Maus, war vorn bei Standards gefährlich, konnte den wertvollen Vorsprung aber nicht über die Zeit retten, weil man sich zwei Fehler leistete. "Die Niederlage war etwas unglücklich. Wir haben den Geraern die Tore selbst vorgelegt. Erst nach der Pause war ein Klassenunterschied erkennbar. Ich muss meiner Mannschaft für ihre Leistung ein Kompliment machen", zog Ehrenhains Trainer Weidner sein Resümee.
Ehrenhain: Sittel - Trojan (GK), Knutas, Simon (90. Götze), Syhre, T. Bethke, M. Bethke (GK), Terynek, Barthel (75. Lory), Köhler, Becker. Gera 03: Just - Warning, Raffel, Misak, Matk, Deugoue (21. Hofer/GK), Franz, Sidiao (58. Weißhaupt), Brezina (GK), Chaatouf (87. Conow), Kazak. SR: Jan Schröder (Jena). Z.: 320. Tore: 1:0 Simon (4.), 1:1, 1:2 Hofer (63., 80.).
Mit Wut zum Doppelpack
Fußball-Landespokal: Im Gespräch mit Andre Hofer
Gera (OTZ/Jens Lohse). Mit viel Mühe hat Fußball-Oberligist 1. FC Gera 03 mit einem 2:1 (0:1)-Erfolg beim SV 1879 Ehrenhain das Viertelfinale im Thüringer Landespokal erreicht, in dem man nun zu Hause auf Regionalliga-Vertreter ZFC Meuselwitz trifft. Unsere Zeitung unterhielt sich nach dem Abpfiff mit dem Doppeltorschützen Andre Hofer:
Bei Schott in Runde zwei trafen Sie zum Siegtor in der Verlängerung, nun gleich doppelt in Ehrenhain. Darf man Sie "Mister Pokal" nennen?
Wegen mir. Ich hatte etwas Wut, weil ich zum zweiten Mal nicht in der Startelf stand und nicht wusste, warum. Zum Glück konnte ich nach meiner Einwechslung der Mannschaft mit meinen beiden Treffern helfen. Ich hoffe, dem Trainer meine Stärken gezeigt zu haben.
Leicht fiel das Weiterkommen nicht gerade, oder?
Pokalspiele bei unterklassigen Kontrahenten sind immer schwer. Wir haben nicht von Anfang an einhundert Prozent Leistung abgefordert. Der Rückstand war zudem für die Taktik nicht gut. So stand Ehrenhain noch tiefer.
Ihre Chancenverwertung war fast optimal?
Dafür ist man als Stürmer da. Ich habe schon in der ersten Halbzeit gelauert, bin da aber noch gescheitert.
Was denken Sie über das Viertelfinallos?
Ich freue mich auf die Partie gegen den ZFC Meuselwitz. Wir werden alles geben, um für eine Überraschung zu sorgen.
Gespräch: Jens Lohse
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| Tomas Brezina (l.) versucht sich im Dribbling gegen den Ehrenhainer Andreas Becker. (Foto: Jens Lohse) |
Andre Hofer (r.) markiert den 2:1-Siegtreffer für den Oberligisten. Ehrenhains Andreas Becker kommt einen Schritt zu spät. (Foto: Jens Lohse) |
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| Gewimmel im Ehrenhainer Strafraum: Torwart Andre Sittel klärt aber per Faustabwehr. (Foto: Jens Lohse) |
Andre Hofer (r.) markiert den 1:1-Ausgleich für den Oberligisten. Aus spitzem Winkel trifft er flach ins lange Eck. (Foto: Jens Lohse) |
Den Geraern fehlt es an Qualität
Fußball-Oberliga: Erst nach verwandeltem Foulelfmeter findet Weißhaupt-Elf ins Spiel, verliert aber trotzdem
Fußball-Oberliga: 1. FC Gera 03 - Chemnitzer FC II 1:3 (0:1)
Gera (Jens Lohse). Den erhofften Befreiungsschlag blieb Oberliga-Aufsteiger 1. FC Gera 03 gestern vor 241 Zuschauern schuldig. Gegen den Chemnitzer FC II kassierte der Gastgeber beim 1:3 im vierten Heimspiel die dritte Niederlage. "Woche für Woche machen wir die gleichen Fehler. Nach drei Minuten war unser taktisches Konzept bereits über den Haufen geworfen. Zwei individuelle Fehler nach Standards hat die CFC-Reserve eiskalt bestraft", so Trainer Marco Weißhaupt, der zwar sah, wie sich seine Mannschaft nach dem 0:2-Rückstand nochmals in die Begegnung zurück kämpfte, nach dem zwischenzeitlichen Anschluss aber von den Westsachsen ausgekontert wurde. "Unsere Qualität auf dem Platz reicht einfach nicht aus", erklärte der Coach ernüchtert.
Mit einem Fehlstart aus Sicht der Geraer begann die Partie. Einen Chemnitzer 22-m-Freistoß parierte 03-Keeper Just glänzend. Beim Nachsetzen reagierte CFC-Angreifer Henning schneller als die gesamte Gastgeber-Abwehr und vollendete aus spitzem Winkel zum 0:1 (3.). Die Elsterstädter waren geschockt. Nichts gelang. Fehlpass reihte sich an Fehlpass. Es mangelte am Selbstvertrauen genau wie an den Ideen im Spielaufbau. Keinen Torschuss verzeichneten die 03er in den ersten 45 Minuten. Der Drittliga-Reserve genügte eine durchschnittliche Leistung, um den Kontrahenten sicher im Griff zu haben. Die beste Chance zum zweiten Treffer besaß der Ex-Erfurter Peßolat, der wie Förster, Richter und Schaschko in der CFC-Elf zum Drittliga-Kader gehört, seinen Aufsetzer aus 14 m aber über den Geraer Querbalken setzte (32.). Gleich nach Wiederbeginn erhöhten die Gäste. Nach einem Eckball schraubte sich Vogel am zweiten Pfosten höher als 03-Kicker Brezina und köpfte zum 0:2 ins kurze Eck ein (49.). Die Weißhaupt-Elf gab sich nicht auf, versuchte es jetzt über den Kampf. Sidiao setzte aus der Distanz ein erstes Achtungszeichen. Dann prüfte Hofer aus 14 m mit der Pieke den CFC-Schlussmann Ebersbach (61.). Nachdem Referee Kluge (Zeitz) ein Handspiel von Peßolat im Strafraum ungeahndet ließ, entschied er kurz darauf nach Vogels Attacke gegen Hofer auf Elfmeter. Der Österreicher schnappte sich selbst das Leder und verwandelte sicher zum 1:2-Anschluss (65.). Während sich die Geraer mühten, so etwas wie Druck aufzubauen, wuchsen die Chemnitzer Konterräume. Der letztjährige Regionalliga-Torschützenkönig Förster traf per Kopf nur die Latte (80.), ehe dem eingewechselten Gareis auf der anderen Seite fast der Ausgleich gelungen wäre. Nach einer Ecke verzog er aus 10 m aber knapp (84.). Wie?s geht, zeigte dann nochmals die CFC-Reserve. Baude bereitete vor und Hunger vollendete in der Schlussminute zum 1:3-Endstand.
Gera 03: Just - Matk (60. Kazak), Raffel (GK), Misak, Warning (70. Gareis), Deugoue (GK), Franz, Brezina (81. Hoffmann), Sidiao, Chaatouf, Hofer. Chemnitz II: Ebersbach - Vietz, Vogel (GK), Lehmann (67. Ponzel), Richter, Förster, Peßolat, Schaschko, Baude, Henning (23. Jendrossek), Kuglan (57. Hunger). SR: Patrick Kluge (Zeitz). Z.: 241. Tore: 0:1 Henning (3.), 0:2 Vogel (49.), 1:2 Hofer (65./Foulelfmeter), 1:3 Hunger (90.).

li : Fußball-Oberliga: 1. FC Gera 03 - Chemnitzer FC II 1:3. Zwischen den Geraern Armand Deugoue (r.) und Dimo Raffel (l.) findet der Chemnitzer Christian Jendrossek den Weg durch die Mitte. Mit 1:3 muss sich der 1. FC Gera 03 im heimischen Stadion der Freundschaft geschlagen geben. (Foto: Jens Lohse)
re: Fußball-Oberliga: 1. FC Gera 03 - Chemnitzer FC II 1:3. Geras Andy Warning (l.) ist eher als der Chemnitzer Raphael Schaschko am Ball. Mit 1:3 muss sich der 1. FC Gera 03 im heimischen Stadion der Freundschaft geschlagen geben. (Foto: Jens Lohse)












